Körperliche Gewalt

Opfer von Körperverletzungen kann man in sämtlichen Lebensbereichen werden. Dabei können die Schläge, Tritte oder Verletzungen durch Gegenstände nicht nur gesundheitliche Schäden zur Folge haben, die eine lange körperliche Einschränkung bedeuten oder von denen eine vollständige Genesung nie erfolgen kann. Zudem können sie bei den Opfern auch zu psychischen Beeinträchtigungen führen, da sie Angst vor einer erneuten Opferwerdung haben.

Welche Tatbestände gibt es?

Es gibt verschiedene Schweregrade von Körperverletzungen, entsprechend fallen diese unter unterschiedliche Straftatbestände. Aber auch bestimmte Konstellationen in denen Körperverletzungen stattfinden, werden im Strafgesetzbuch berücksichtigt. So gibt es die

  • Leichte Körperverletzung
  • Einfache Körperverletzung
  • Gefährliche Körperverletzung
  • Schwere Körperverletzung
  • Körperverletzung mit Todesfolge
  • Beteiligung an einer Schlägerei
  • Misshandlung Schutzbefohlener

Wie können Körperverletzungen aussehen?

Körperverletzungen reichen von Handgreiflichkeiten, über Schläge, Kniffe, Tritte hin zu einer handfesten Prügelei oder Verletzungen durch Messer und andere Gegenstände und Waffen. Voraussetzung der Straftat ist eine körperliche Misshandlung oder eine Gesundheitsschädigung.
Dabei kann körperliche Gewalt in sehr unterschiedlichen Situationen auftreten. So gibt es z.B. Gewalt in Beziehungen gegen die Partnerin oder den Partner, wenn ein Streit eskaliert oder aus anderen Gründen (vgl. Häusliche Gewalt). Aber auch Kinder können von Gewalt betroffen sein, aus Wut, Frust oder – zu Unrecht – aus Gründen der Erziehung. Ebenso können ältere Mitmenschen in einem Pflegeverhältnis geschlagen oder anderweitig verletzt werden, da sie sich nicht wehren können.

Viele Körperverletzungen geschehen jedoch auch, ohne dass die Personen eine längere Beziehung zueinander haben, bspw. abends in der Bar, wenn eine Streitigkeit in einer Schlägerei endet.

Wer kann Opfer von Köperverletzungen werden?

Obwohl in der Gesellschaft aufgrund von verfälschender Berichterstattung und Vorurteilen nicht selten die Annahme zu finden ist, dass Frauen häufiger Opfer von (männlicher) Gewalt sind als Männer, entspricht das nicht den Tatsachen. Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik, also der Statistik zu den Straftaten, die durch die Polizei registriert werden, sind zwei Drittel der Opfer von Körperverletzungen männlich. Aufgrund der körperlichen Ungleichheit werden Gewalttaten von Männern gegen Frauen mehr beachtet, es wird mehr darüber berichtet und bleibt besser im Gedächtnis. Aber sicher haben viele bereits selbst Situationen erlebt oder beobachtet, in denen es zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Jungen oder Männern gekommen ist. Dabei kann es sich um eine Schlägerei in der Schule, oder eine Prügelei vor der Kneipe handeln. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang auch, dass es sich bei den genannten Zahlen nur um die angezeigten Taten handelt. Das heißt die Zahl der tatsächlichen Körperverletzungen ist deutlich größer.
Erwähnenswert ist, dass fast jeder Fünfte, der durch die Handlungen anderer körperlich verletzt wird im Alter zwischen 14 bis 21 Jahre ist.

Nichts zu tun ist keine Lösung!

Bei gravierenden Verletzungen können die Opfer sehr verunsichert und in ihrer weiteren Lebensführung eingeschränkt sein. Zudem können eventuelle Belastungen durch ein Strafverfahren auf die Opfer zukommen, bei welchen sie vor der Polizei und vor Gericht von den Vorfällen berichten müssen. Auf dem Portal odabs.org finden Opfer körperlicher Gewalt schnell eine Beratungsstelle in ihrer Nähe.

 

 

Weitere Informationen über Formen von Körperverletzung, deren strafrechtiche Einordnung sowie weitere Details unter www.koerperverletzung.com