Anonyme Spurensicherung

Personen, denen bspw. häusliche oder sexuelle Gewalt widerfahren ist, die sich jedoch aus welchen Gründen auch immer noch nicht dazu entschieden haben die TäterInnen anzuzeigen und so ein Gerichtsverfahren anzustreben, haben die Möglichkeit, die Spuren der Tat dennoch zeitnah sichern zu lassen. Insbesondere Verfahren, bei denen es sich um eine Aussage-gegen-Aussage-Situation, ohne weitere Beweise handelt, werden häufig eingestellt. Liegen jedoch Beweise, wie bspw. Fotos oder eine  rechtssichere ärztliche Dokumentation der Verletzungen vor, kann dies verhindert werden. Dadurch wird den Betroffenen die Möglichkeit gegeben, sich in Ruhe zu überlegen, ob sie Anzeige erstatten möchten oder nicht.

Solche Spurensicherungen sind in einigen Kliniken oder sogenannten Gewaltschutzambulanzen möglich. Allerdings sind diese Angebote in Deutschland nicht flächendeckend und die Situation unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland.

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